VCP Dettingen

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Die Gründung der Dettinger Pfadfinder

Der Verband christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder, kurz VCP feiert dieses Jahr sein 60-
jähriges Bestehen hier in Dettingen. Dies wollen wir zum Anlass nehmen Sie in den nächsten
Wochen über unsere Geschichte und die aktuelle Arbeit hier in Dettingen zu informieren.


Der zweite Weltkrieg ist noch nicht ganz sechs Jahre zu Ende. Man baut die Gemeinde
wieder auf. Die Jugend sucht nach neuen Wegen, d.h. sie wartet auf Angebote, welche
es in dieser Zeit nicht wirklich gab. Die Gründung der Dettinger Pfadfinder fiel in eine
Zeit der Neuorientierung und Neubesinnung in den ersten Jahren nach dem totalen
Zusammenbruch am Ende des Kriegs. Die gesamte Pfadfinderbewegung war 1934, wie
andere Jugendverbände, in Deutschland verboten und durch die befohlene und niveaulose
Gleichschaltung der so genannten Hitlerjugend ersetzt worden.

Aus dieser Situation heraus, in enger Anlehnung an die Kirchengemeinde und im guten
Einvernehmen mit dem damaligen Ortspfarrer Fritz Müller begann Gotthilf Kurz im März
1951 mit der christlichen Pfadfinderarbeit.

Die ersten Sippenstunden fanden zu dieser Zeit in der Kirchheimer Str. 81 bei Gotthilf und
Maria Kurz zu Haus statt. An diesen ersten Abend waren wohl um die fünf „Neulinge“ dabei.

Im Mai 1951 fuhren schon vier Sippen (Falke, Habicht, Kondor und Kranich) auf das
Pfingstlager nach Wiesenstieg.

In Sippenabenden und an Stammesaktionen versuchte man nun Christliche Pfadfinderarbeit
zu gestalten, was nur mit großem Einsatz an Zeit, Wissen und Können von Gotthilf Kurz und
seiner Frau Maria möglich war.

Die neue Form von Jugendarbeit setzt sich langsam durch, und die Gruppe wächst. Bei
Gesprächen und Begegnungen mit anderen Pfadfindern bemühte man sich zu lernen.
So war auch das erste Stammeslager im August 1951 ein kleines Abenteuer.

Da in der nach dem Krieg wieder aufgebauten Kirche eine ganze Zeit lang der elektrische
Antrieb für das Geläut der Kirchenglocken fehlte, übernahmen die Pfadfinder das Läuten der
Glocken. Die Pfadinder stellten sich mitten hinein in das Geschehen der Kirchengemeinde in
verschiedener Form. Daraufhin hatte Pfarrer Müller den Pfadfindern das Heimatrecht nicht
nur im Pfarrhaussaal sondern auch im kleinen Turmzimmer gegeben.

Für die damalige Arbeit war es wichtig ein „Heim“ zu haben wo man sich treffen konnte.

Falls wir Ihr Interesse geweckt haben, es gibt noch Chroniken über die Geschichte des VCP
hier in Dettingen bei uns zu erwerben.

 

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